Rindfleisch
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In England war der Rindfleischgenuss in der Tafelordnung des Königshauses verankert, so stand dort unter Paragraph 16: „Die Ehrendamen der Königin erhalten zum Mittagessen einen Laib Weißbrot und einen Ochsenrücken“. Diese sehr bodenständige Anordnung soll mit den Weg zur dekadenten Verfeinerung der Rindfleischküche geebnet haben. Folgt man dem Glauben des englischen Romanciers Henry Fielding, dann ist der Erfolg des britischen Empire direkt auf den stetigen Rindfleischgenuss zurück zu führen: „Das Roastbeef hat uns groß gemacht - Gab uns den Sieg in mancher Schlacht - Dank sei dem Rinderbraten...“.
Die Rindfleischküche hat insbesondere in Österreich eine feine Entwicklung genommen. Wer in Wien bestes Rindfleisch genießen will, wird bei Ewald Plachutta fündig - seine Restaurants sind auf den feinsten Rindfleischgenuss spezialisiert und wer den Namen der verschiedenen Fleischstücke nicht mächtig ist, wird in der Speisekarte fündig. Hier finden sie von Tafelspitz bis Hüferscherzerl alle Köstlichkeiten der Rindfleisch Genusswelt.
Der extremen Vielfalt der Rindfleisch Gerichte wird in vielen regionalen Rezepten Rechnung getragen: Rindfleisch Kochrezepte wie „Pfefferpotthast“ aus Westfalen, das bayerische Schmorbraten Rezept „Böfflamott“(gesprochen Boeuf á la mode) aus Bayern, „rheinischer Sauerbraten“ dazu „Ochsenschwanzsuppe“, Töttchen aus dem Sauerland, Rouladen und Schmorbraten aus allen vier Himmelsrichtungen. Die feinsten Fleischteile des Rindes wurden nach denen benannt die es sich leisten konnten: Bürgermeister- und Pastorenstück. Die Schwaben, über die Landen für ihren Spareifer bekannt haben die Quadratur des Kreises und ein bekanntes Rindfleisch Rezept erschaffen - der Gaisburger Marsch beherbergt Spätzle, Kartoffeln und Rindfleisch und avanciert vom der Armenspeise zum gutbürgerlichen Eintopfgericht.
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