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Rezepte vom Chefkoch mit Fotos - Zutatenlexikon mit Fotos - Kochschule mit Foto - Kochrezepte mit Foto
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Abraxas3344
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 34 Wohnort: Calden/Nordhessen
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Verfasst am: 02.07.2008, 20:03 Titel: Pelmeni - die Seele Sibiriens |
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Ja, auch die Russen haben ihre Maultaschen, oder ihre Ravioli. Man nennt sie bloß etwas anders und sie schmecken anders. Aber das Prinzip ist gleich.
Man bereitet einen einfachen, festen Teig aus Mehl, Eiern, etwas Wasser und Salz zu, knetet ihn richtig durch und füllt ihn.
Den Teig mach ich immer frei Schnauze. Mehl auf die Arbeitsfläche, etwas anhäufeln, ein Ei rein, etwas Salz dazu und ein paar Tropfen Wasser. Beim Kneten entscheidet sich dann, ob noch etwas von einer Zutat dazukommt oder nicht. Der Teig muss fest sein, darf aber nicht reißen.
Dann wird er ausgerollt. Sehr dünn. Mit einem kleinen Glas werden runde Teigtaler ausgestochen.
Und dann kommt jeweils auf die Hälfte der Taler die Füllung drauf:
Ich nehme Hackfleisch, meist gemischtes. Da kommt ein Ei rein. Salz, Pfeffer. Gehackte Petersilie. Und, bei sibirischer Küche ganz wichtig: Knoblauch. Ein Sibirischer Kollege, der mich mal zum Essen einlud, sagte mir, Knoblauch sei die Seele sibirischer Küche. Recht hat er. Doch nun wieder zurück zum Rezept: eine kleingehackte Zwiebel gehört auch rein. Gut durchmischen. Fertig.
Jeweils einen Teelöffel der Hackmischung auf die Hälfte der Teigtaler. Die Ränder der Teigtaler bestreichen wir mit verklappertem Ei. Dann kommen die anderen Teighälften drauf. Schön sauber zudrücken und wie Tortellini formen.
Das russische, relativ einfache Rezept sagt nun, man soll die Pelmeni in kochendes Salzwasser geben und ein Viertelstündchen kochen.
Mein Rezept sagt, probiers doch einfach mal in ner Gemüsesuppe, deren Grundlage eine kräftige Rindfleischbrühe ist.
Ein anderes, ebenfalls russisches Rezept sagt mir, koch die Dinger nur in Salzwasser. Und bereite eine schöne Soße aus Sauerrahm zu. Dazu ein wenig Brühe in einen Topf geben und heiß werden lassen. Dann ein, zwei Becherchen saure Sahne oder Schmand dazu. Abschmecken mit Salz und Pfeffer. Und nun viele, viele frische und kleingehackte Kräuterchen hinein. Nur noch richtig umrühren, nicht mehr kochen. Die Soße über die Pelmeni geben.
Wer also keine Bange hat, am nächsten Tag etwas streng zu riechen, sollte es mal probieren.
Gruß
Abraxas |
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ThomasSixt Site Admin
Anmeldedatum: 27.06.2006 Beiträge: 958
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Verfasst am: 03.07.2008, 22:29 Titel: |
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Klingt absolut lecker, was wohl perle dazu meint - sie sollte mal einen russischen Abend im Lokal machen...
Gruß Thomas _________________ Chefkoch Sixt Rezepte |
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perle
Anmeldedatum: 01.01.1970 Beiträge: 67
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Verfasst am: 17.07.2008, 11:48 Titel: |
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Was ich dazu meine?
Klingt herrlich, Du, Rabe. Werde es nachbauen, aber dafür meine Pastamaschine vom Schrank holen. Diese Sorte Teig kenne ich nämlich, das mach ich nie wieder mit der Rolle.
Ein ähnliches Rezept kenne ich vom Afghanen, bei dem ich mal kurz gejobbt habe. Leider zu kurz, um mir das Rezept anzueignen . Aber die haben eben den Teller mit Schmand geschmiert, die Taschen drauf und Röstzwiebelöl draufgeträufelt.
Irgendwie hat fast jede Nation IHR Teigtaschenrezept. Schönes Thema, dat.
perle |
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ThomasSixt Site Admin
Anmeldedatum: 27.06.2006 Beiträge: 958
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Verfasst am: 17.07.2008, 16:05 Titel: |
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Schade, das Afghanen Rezept hätte mich jetzt wirklich interessiert....
Gruß Thomas und wie immer habt ihr alle Recht!!!! _________________ Chefkoch Sixt Rezepte |
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