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Mehr Geschmack in der Hühnersuppe

 
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islandpferd



Anmeldedatum: 09.08.2006
Beiträge: 21

BeitragVerfasst am: 03.12.2006, 12:35    Titel: Mehr Geschmack in der Hühnersuppe

Hallo Chefkoch und Team,

hier eine weitere Suppen Anfrage:

Ich habe letzte Woche eine Hühnersuppe zubereitet, die Suppe hat aber eher fad geschmeckt. Ich habe auf 2 Liter Wasser 2 Hühnerbrüste genommen.

Wie bekomme ich noch mehr Geschmack in die Suppe?

Danke für die Nachricht von Islandpferd
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ThomasSixt
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Anmeldedatum: 27.06.2006
Beiträge: 1008

BeitragVerfasst am: 03.12.2006, 15:06    Titel:

Hallo Islandpferd,

das war zu viel Flüssigkeit für die 2 Hühnerbrüste. Bei so einer Menge Wasser benötigst Du jede Menge Hühnerklein und Hühnerflügerl. So würde ich ca. 800 g Hühner für 2 Liter Wasser verwenden.

Wenn Du die Hühnerbrust bereits vor dem kochen klein schneidest, dann geht besonders viel Geschmack auf die Suppe über.

Vergiss nicht jede Menge klein geschnittenes Gemüse, Kräuter und Gewürze wie Lorbeer, Wacholder, Kümmel usw.... dazu geben.

Gutes Gelingen!

Beste Grüße vom Chefkoch Thomas Sixt

P. S. Probiere auch andere Suppen Rezepte aus.

Wink
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Tim



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Beiträge: 57
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BeitragVerfasst am: 04.12.2006, 09:21    Titel:

Hallo Islandpferd,

ich kann dem Chefkoch nur beipflichten. Auch wenn du das Wasser auf 1 Liter reduzieren würdest, könntest du aus 2 Hühnerbrüsten keine vernünftige Brühe bekommen. So wie du sie zubereitet hast, muss sie ja nach eingeschlafenen Füßen schmecken. Geschmacksträger sind, wie der Chefkoch schon bemerkte, neben genügend Suppengrün und Gewürzen vor allem Innereien und auch die Knochen. Bei zwei Liter Wasser brauchst du wenigstens ein kleines Huhn von 1000 Gramm. Sollte dir die Brühe zu viel sein, stelle sie kalt, hebe danach die Fettschicht ab und kläre sie. Im Kühlschrank eingefroren, hält sie sich eine Ewigkeit und du hast immer einen Vorrat. Ist dir auch das Fleisch zu viel, schöpfe Brühe ab und fertige dir aus Blattgelatine und weißen Balsamico-Essig einen Aspik und lege das Fleisch darin ein oder verarbeite es zu Frühkasse. Fleisch und Brühe lassen sich auch gut in Gläser einwecken. Bei mir im Haushalt geht Hühnerbrühe niemals aus. So habe ich immer einen Vorrat für Suppen und Eintopfgerichte parat. Auch wenn mir mal der Hals kratzt oder ich nur Appetit auf eine Tasse kräftige Brühe habe, kann ich immer darauf zurückgreifen. Im Übrigen verwende ich für eine gute Hühnerbrühe nur noch schwere Suppenhühner. Die sind zwar sehr groß und müssen drei bis vier Stunden kochen, aber der Geschmack ist doch bedeutend besser als von einem kleinen Gerippe.

Mit freundlichen Grüßen
Tim
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ThomasSixt
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Beiträge: 1008

BeitragVerfasst am: 04.01.2007, 22:46    Titel:

Hallo Tim,

danke für Deine Bestätigung, dass ist ja ein angenehmes Feedback.

Freue mich auf weitere Kochfragen im Kochforum!

Gruß vom Chefkoch Thomas Sixt
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Abraxas3344



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Beiträge: 34
Wohnort: Calden/Nordhessen

BeitragVerfasst am: 12.08.2008, 17:04    Titel:

Noch mehr guten Geschmack bekommt man, wenn man ein gutes, altes Suppenhuhn regelrecht auskocht. Es muss drei, vier Stunden köcheln, damit es weich wird. Aber eine Brühe aus einem Suppenhuhn ist die Krönung aller Suppen.

Freilich muss man eine solche Brühe erst erkalten lassen und sie dann entfetten, aber sie hat viel mehr Geschmack als "nur" aus Hühnerklein oder Brathähnchen.

Hühnerklein sind die sonst unverkäuflichen Schlachtreste von zerlegten Hähnchen. Genauso wie Brathähnchen haben die gar keine Zeit, Geschmack zu entwickeln, denn sie leben nur sechs Wochen. Ein Suppenhuhn legt erst mal ein, zwei Jahre Eier und wird erst dann geschlachtet. Da hat das Fleisch Zeit, Geschmack zu entwickeln. Das geht auf Kosten der Zartheit. Ein Suppenhuhn ist zäh, also braucht es viel Zeit zum Kochen. Drei, vier Stunden sind normal, es können auch mal fünf werden, bis das Fleisch weich ist. Und dann ist es - neben der Suppeneinlage - auch das ideale Fleisch für einen Geflügelsalat.


Gruß

Abraxas
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ThomasSixt
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Beiträge: 1008

BeitragVerfasst am: 17.08.2008, 19:11    Titel:

auch wieder wahr! gruß thomas
_________________
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