Das Internet und die Foodbilder

Webseiten Betreiber haben es schon schwer, da sucht man zu einem netten, eigenen Beitrag über die Gockel- Bildsuche eine passende Ergänzung und wird dann am Ende unter Umständen auf mehrere tausend
Euro verklagt. Schade ist das von beiden Seiten - der Bildnehmende hat am Ende ein meist völlig und willkürlich überteuerte Rechnung im Haus, der, der die Rechnung schickt bekommt zwar “Recht” wird aber dafür auf den “Internet Hexenhaufen” geworfen. Genial ist einfach wie dieses Thema aufgegriffen wird, jeder kann etwas dazu sagen, Betroffene sind natürlich geknickt weil es an den eigenen Geldbeutel geht und schimpfen sich verständlicherweise oder unverständlicherweise im Cyberspace zugrunde. Weil es dann wieder Abmahnungen und Klagen hagelt.

Selbst betroffen bin ich derzeit nur am Rande - seit gut 2 Jahren stelle ich nun meine Rezepte und dazu passende Bilder online. Da gab es natürlich auch schon die abgefahrensten Vorkommnisse und zwar obwohl bis zu meinem Relaunch der Seite ein Copyright unter den Bildern stand: Ein Weinhändler hat zum Beispiel Rezepte und Bilder für
seine Seite genommen, dabei das Logo der Kollegen von daskochrezept.de eingeblendet - dann hab ich ihn per e-mail gebeten, das doch ein wenig abzugrenzen, er kann so viele Rezepte von so vielen verschiedenen
Seiten anzeigen wir er will, ist mir doch wurst, aber bitte bei der Wahrheit bleiben und nicht neben mein Rezept und Bild ein völlig fremdes Logo setzen.

Gut, keine Reaktion auf das erste, zweite und dritte Mail - schließlich rufe ich an. Kein Ergebnis, die Mitarbeiterin gibt die Bitte um einen Rückruf an den Chef weiter. Schließlich werde ich nach 3 Tagen zurück gerufen - der Weinhändler fährt mich mit Vollgas am Telefon an, was mir einfällt mit seiner Mitarbeiterin über seine
Homepage zu sprechen… schließlich schicke ich ein Fax und ersuche nochmals freundlich um Entfernung der Bilder und Rezepte.

Ein anderer Webseitenbetreiber nimmt sich einige Bilder von mir, setzt darunter eigene Bilder und schreibt völligen Schwachsinn neben meine Bilder, angefangen von “Die Bilder sehen Sche….” aus bis “Das ist schlimmer wie Schneckenkorn”. Gut, soll jeder seine Meinung haben aber alles muss man sich nun auch nicht bieten lassen. An diesen Webseitenbetreiber bin ich gar nicht rangekommen, keine Telefonnummer, keine e-mail, was also machen?

Vergiss das alles denke ich mir nun und setze eine Reaktion auf den Abmahnwahn - gebe über eine Pressemeldung 15 Bilder “for free” frei - im Gegenzug eine kleine Verlinkung auf mich als Urheber. Wo ist das
Problem? Nun die Reaktionen sind auch wieder interessant - der Welt Dank ist Spott und Hohn - weil sich jetzt einige Leute über die geforderte Verlinkung sowie über mein Widerrufsrecht beklagen, das ausschließlich dazu da ist, die Werke zu schützen. Manchmal notwendig - wie im Absatz darüber auch beschrieben. Manche Menschen haben
wirklich ein seltsames Rechtsempfinden, so viel dazu. Mein Angebot steht - wer meine Bilder oder und Rezepte haben möchte, kann gerne im definierten Rahmen etwas nehmen und sich bedienen. Wer noch immer
unsicher ist, kann sich die Bilder auch noch per e-mail von mir freigeben lassen. Damit ist dann eigentlich alles klar und wir können uns dann alle dem Genuss widmen.


 
 
 

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