Monatsarchiv für August 2007

 
 

Ein Abend bei Österreicher im MAK

Kennt Ihn doch fast jeder in Österreich, den Helmut Österreicher - hat er doch viele Jahrzehnte im bekannten Steirereck den Kochlöffel geschwungen und dabei die Gourmetseelen zum tanzen gebracht.

Heute ist er der Patron eines Gasthauses im bekannten MAK mitten in Wien. Die Restauration wird als Gasthaus geführt - die Location ist absolut einzigartig und wohl von Wien bis Hamburg kaum zu toppen.

Da sitzen wir nun also mit einigen netten Freunden und bestellen uns eine Flasche Prosecco. Leider ist die Enttäuschung groß, als man uns eine Flasche mittelmäßigen Frizzante mit einem eleganten Flaschendreh präsentiert - doch der Schraubverschluss ist so schnell geöffnet, da kann keiner mehr etwas sagen.

Ich bin etwas irritiert, haben die Betreiber des Gasthauses etwa nicht Herrn Österreicher gefragt, nach einem guten Prosecco, oder einem tollen Sekt, der dieser Restauration gemäß wäre? Nichts gegen Frizzante, aber diesen servierten Frizzante trinke ich nicht einmal zu Hause.

Geschmacklosigkeit ist etwas trauriges Punkt
Nun gut, schließlich beschließen wir in gemeinsamer Runde den “Frizzante”, der uns als “Prosecco” verkauft wird, stehen zu lassen und gleich zum Weißwein über zu gehen. Das wird auch gleich erledigt, da heute aber nicht unser Abend ist, wird der Weißwein gleich einmal warm serviert vom geschulten “Österreicher- Personal”.

Unsere Anfrage nach Eiswürfel wird natürlich erst einmal ignoriert, nach zweiter Randale bekommen wir schließlich auch diese serviert. Nun gut ist ja ein Gasthaus und kein 3 Sterne Laden.

Es folgt die Bestellung des Essen - eine schöne Speisekarte, da bekommt man richtig Appetit. Ich entschließe mich für die sichere Österreich - Variante, eine Rindfleischsulz und danach ein Wiener Schnitzel.

Ich fasse zusammen: Die Rindfleischsulz war die fadeste Angelegenheit, die sich jemals eine Sulz nennen durfte - der Koch dürfte keine Ahnung haben und sollte sich einmal mit der Zubereitung eines geschmackvollen Sulzenstandes auseinander setzen. Probieren wäre hin und wieder sinnvoll. Der dazu servierte Vogerlsalat war sandig, zerdrückt und nicht mariniert - das könnt man sich auch in einem Gasthaus besser erwarten.

Das Wiener Schnitzel war geschmacklich eine Offenbarung - genau wie es sein soll, gut gemacht Team Österreicher!

Meine Nachbarin, eine attraktive Amerikanerin hat sich Butterschnitzel bestellt und wundert sich über die beiden, servierten Frikadellen. Diese sind noch dazu versalzen, was dafür den Weinkonsum in die Höhe treibt. Der Rest vom Tisch genießt Pfifferlinge (leider auch sandig), einen Zander - sehr lecker in Optik und Geschmack.

Insgesamt eine Abend voller Überraschungen - Herr Österreicher ist nicht persönlich anwesend, jedenfalls haben wir ihn weder im Gastraum noch in der Küche entdeckt. Wir hatten neben dem, nicht wirklich gelungenen gastronomischen Theater, einen sehr netten Abend. Die Gesellschaft war äußerst angenehm, da kann man das drumherum bei weitem leicht ertragen. Schade war nur die Rechnung am Ende des Abends, für 130 Euro pro Paar sollte man gerade in Wien und bei diesem Namen sich bei weitem Besseres erwarten.

Tim Mälzer kocht Bratäpfel

Wieder mal eine schönes Rezept heute bei Tim Mälzer am 1. August auf VOX: Tim kocht Bratäpfel mit Blutwurstfüllung.  Das sind schon eine Menge Zutaten, was ich mir nun gar nicht vorstellen kann ist, dass Olivenöl zum Apfel mit Blutwurstfüllung wirklich schmeckt. Meine Empfehlung: Bitte Butter verwenden, das harmoniert besser zum Apfel und zur Blutwurst.